Connectivity / V1.0
Wie wir Connectivity testen
WLAN-Durchsatz, Ports, SD-Reader und Funkgenerationen werden getrennt sichtbar gemacht.
Zuletzt aktualisiert: 2026-05-04
TL;DR
> Lab-Hinweis: Werte stammen aus der BenchVerdict-Datenbasis und werden mit dokumentiertem Messkontext geführt. Das sichtbare Lab-Setup steht unter /lab.
- Connectivity bewertet nicht nur, welche Standards auf dem Datenblatt stehen, sondern wie schnell und stabil Verbindungen wirklich sind.
- WLAN-Durchsatz, Receive-Werte und SD-Reader-Leistung werden getrennt geführt.
- Ports und Funkstandards bleiben Specs, bis BenchVerdict sie mit reproduzierbarem Setup messen kann.
Welche Metriken wir messen
Connectivity entscheidet, ob ein starkes Gerät im echten Setup schnell bleibt. Ein Laptop mit schwachem WLAN kann beim Arbeiten mit NAS, Cloud und separatem Display nerven. Ein Creator-Notebook ohne schnellen SD-Reader kostet jeden Transferzeit. Ein Phone mit modernem Modem kann im Alltag trotzdem inkonsistent wirken, wenn Antennen, Thermik oder Software limitieren.
Wireless Throughput zeigt, wie schnell ein Gerät Daten senden kann. Der Wert ist für Backups, Uploads, lokale Netzwerke und Cloud-Workflows relevant.
Tool: iperf3 Transmit / WLAN-Lab
Receive-Durchsatz zeigt, wie schnell Daten am Gerät ankommen. Streaming, Downloads, NAS-Arbeit und große Projektdateien hängen davon ab.
Tool: iperf3 Receive / WLAN-Lab
SD Reader Copy bildet einen praxisnahen Fotoimport ab. Viele kleine Dateien belasten Kartenleser anders als ein einziger sequenzieller Transfer.
Tool: JPG Copy Test
Sequential Read zeigt die Maximalleistung des Kartenlesers für große Dateien. Für Video-Workflows ist dieser Wert oft wichtiger als ein gemischter Copy-Test.
Tool: AS SSD / Sequential Read
Tools & Software
Für WLAN nutzt BenchVerdict iperf3 mit einem lokalen Server. Der Server hängt per Ethernet am Router oder Switch, damit das WLAN des Testgeräts der begrenzende Faktor ist. Routermodell, Band, Kanalbreite, Entfernung und Sichtlinie werden dokumentiert. Für Wi-Fi 6E und Wi-Fi 7 werden 6-GHz-Tests separat geführt, wenn Hardware und Umgebung es erlauben.
Für SD-Reader werden definierte Karten genutzt, idealerweise schnelle UHS-II- oder V60/V90-Karten. Der Copy-Test nutzt einen Ordner mit vielen JPEG-Dateien, der sequenzielle Test eine große Datei oder Benchmark-Software. Ports werden mit passenden Kabeln und Geräten validiert, wenn möglich: USB4, Thunderbolt, HDMI-Version, Power Delivery und DisplayPort-Alt-Mode.
Für Docking-Setups wird später ein eigener Ablauf nötig. Gerade moderne Laptops können über USB-C laden, Displays ansteuern und Daten übertragen, aber nicht jeder Port kann alles gleichzeitig. BenchVerdict dokumentiert in V1.0 solche Fähigkeiten als Specs. Sobald Messhardware und Testdocks vorhanden sind, werden Stabilität, Bandbreite und Multi-Monitor-Verhalten eigene Kriterien.
Test-Bedingungen
WLAN-Tests laufen mit konstantem Abstand zum Router, dokumentiertem Band und festen Kanalbedingungen. Andere starke Netzwerklast im Raum wird vermieden. Mehrere Durchläufe werden gemittelt, weil WLAN stärker schwankt als viele interne Benchmarks. Bei Phones wird Mobilfunk nicht mit WLAN vermischt. 5G-Tests brauchen eigene Methodik, weil Netzabdeckung, Provider und Tageszeit dominieren.
SD-Reader-Tests erfolgen mit derselben Karte und nach Warm-up. Die Karte wird vor dem Test frisch vorbereitet, damit Fragmentierung oder Dateisystemreste nicht dominieren. Bei Laptops wird Netzbetrieb genutzt. Wenn ein Kartenleser nur UHS-I unterstützt, wird das als Limit im Review sichtbar gemacht.
Was wir bewusst NICHT messen
BenchVerdict setzt ein Wi-Fi-7-Logo nicht mit hoher Geschwindigkeit gleich. Ohne Kanalbreite, Router und Messung ist es nur eine Spec. Wir vergleichen auch keine WLAN-Werte aus unterschiedlichen Distanzen blind. Mobilfunk-Speedtests aus dem echten Netz werden in V1.0 nicht als harte BenchVerdict-Werte genutzt, weil Provider, Standort und Auslastung zu stark variieren.
Bei Ports werden keine Marketingnamen übernommen. "USB-C" sagt fast nichts. Entscheidend sind Datenrate, Displayfähigkeit, Ladeleistung und Protokoll. Wenn diese Informationen fehlen, bleibt der Port-Kontext unvollständig.
Bluetooth wird in V1.0 ebenfalls nicht hart gerankt. Latenz, Codec, Stabilität und Reichweite hängen stark von Gegenstelle und Umgebung ab. Für Reviews kann BenchVerdict auffällige Probleme dokumentieren, etwa Abbrüche mit Kopfhörern oder schlechte Controller-Latenz. Ein normaler Bluetooth-Versionswert bleibt aber Spec, nicht Messwert.
Stabilität statt nur Spitze
Connectivity ist besonders anfällig für Bestfall-Zahlen. Ein sehr hoher Peak hilft wenig, wenn der Durchsatz nach einer Minute einbricht oder die Verbindung bei jeder Wand schwankt. BenchVerdict bevorzugt deshalb künftig Log-Verläufe und Min-Werte neben Durchschnittswerten. In V1.0 wird diese Idee als Notiz gepflegt, in V1.1 soll sie als eigene Stabilitätsmetrik erscheinen.
Wie wir BenchVerdict-Werte verarbeiten
Die Scoring-Regeln stehen unter Wie BenchVerdict bewertet. Für Connectivity sind Messaufbau, Entfernung, Band, Kanalbreite, Gerät und Richtung relevant. iperf3-Werte aus einem dokumentierten Setup bekommen hohe Datenstandard. Funkstandards bleiben Specs mit niedrigerer Datenstandard. SD-Reader-Werte werden nur gemittelt, wenn Test und Einheit zusammenpassen.
Transmit und Receive werden getrennt. Ein Produkt kann in eine Richtung stark und in die andere schwach sein. Durchschnittswerte ohne Richtung werden vorsichtig behandelt.
Ranges & Normalisierung
| Metrik | Range V1.0 | Richtung |
|---|---|---|
| wifi_speed | 50-2500 Mb/s | höher |
| wifi_receive | 50-2500 Mb/s | höher |
| sd_reader_copy | 20-250 MB/s | höher |
| sd_reader_seq_read | 20-300 MB/s | höher |
Der WLAN-Range endet bei 2500 Mb/s, weil aktuelle Wi-Fi-6E- und Wi-Fi-7-Geräte in guten Bedingungen hohe Werte erreichen, aber reale Setups meist darunter bleiben. SD-Reader-Ranges spiegeln UHS-I- und UHS-II-Praxiswerte wider. SD Express wird in V1.1 eine Range-Anpassung erzwingen, sobald mehr Geräte es unterstützen.
Versionierung
Diese Connectivity-Methodik ist V1.0 vom 2026-05-04. Eine neue Version wird fällig, wenn BenchVerdict 5G, Bluetooth-Latenz, Docking-Stabilität oder SD Express als eigene strukturierte Testbereiche einführt.